Alle Beiträge von Marvin Schröder

Top-Spieler bei den YONEX German Open

Top-Spieler bei den YONEX German Open

In der innogy Sporthalle (ehemals RWE-Sporthalle) in Mülheim an der Ruhr geht es vom 28. Februar bis zum 5. März 2017 wieder rund. Die YONEX German Open ist das wichtigste deutsche Badminton-Turnier und geht dieses Jahr in eine weitere Ausgabe. Das Preisgeld beträgt 120.000 US-Dollar, womit das wichtigste deutsche Turnier zu den Grand Prix Gold-Turnieren zählt. Auch dieses Jahr kommen Spieler und Besucher aus aller Welt in die Rhein-Ruhr-Metropole, um gegeneinander anzutreten und Badminton-Spiele der Weltklasse zu genießen. Mehrere internationale Favoriten haben bereits ihre Teilnahme bestätigt, was Fans und Organisatoren freut und spannende Spiele verspricht.

Foto: Ian Patterson / Wikimedia
Foto: Ian Patterson / Wikimedia

Der Chinese Lin Dan dürfte auch dieses Jahr einer der gefürchtetsten Gegner sein. Der fünffache Weltmeister will auch dieses Jahr in Deutschland wieder den ersten Platz holen. Badminton ist übrigens nicht nur ein beliebter Zuschauersport, viele Menschen setzen genau wie beim Tennis (zum Beispiel Wimbledon) auf ihre Lieblingsspieler und Teams. Sie können ihre Wetten auf Badminton und andere Sportarten z.B. bei William Hill Sport abgeben. Lin Dan ist der Spitzenspieler des Turniers, der letztes Jahr bereits der Favorit vieler Tippfans war und auch dieses Jahr wieder ein heißer Anwärter auf den Titel ist.

Auch sein Erzrivale Lee Chong Wei aus Malaysia wird in Mülheim erwartet, die beiden Top-Spieler aus Asien wechseln sich seit 2004 auf dem ersten Platz der Weltrangliste ab. Die Rivalität, die oft erbittert wirkt, scheint aber doch dem Zweck zu dienen: Ansporn und Turniergeist. Die beiden Rivalen schätzen und respektieren sich. Und das seit Jahren.

Foto: Juancamartos / Wikimedia
Foto: Juancamartos / Wikimedia

Bei den Frauen freuen wir uns auch dieses Jahr auf Carolina Marin aus dem südspanischen Huelva. Die Olympiasiegerin ist die amtierende Welt- und Europameisterin im Dameneinzel und spielt seit 2009 in der Profiliga. 2015 hat sie den zweiten Platz belegt, und wird es dieses Jahr bestimmt auf den ersten Platz anlegen. Letztes Jahr bekam sie in Spanien die königliche Medaille für sportliche Verdienste verliehen, die Motivation sollte also auf jeden Fall stimmen.

Einer der großen skandinavischen Spieler ist Jan Ø. Jørgensen. Der junge Däne ist vor allem ein Teamplayer, er spielt seit mehreren Jahren schon Gold bei der europäischen Mannschaftseuropameisterschaft ein. 2015 belegte er bei den German Open den ersten Platz, allerdings hat der junge Spieler (29 Jahre) mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, die ihm auf dem Spielfeld zu schaffen machen. Bei den Yonex Denmark Open gab er sich zur Überraschung des Publikums bereits in der ersten Runde geschlagen. Die Ärzte rieten zu einer OP an der Hüfte, der Badminton-Profi scheint es aber auch ohne OP weiterhin versuchen zu wollen.

Die YONEX German Open 2017 werden wie immer spannend. Die Asiaten gewinnen seit Jahren schon im Herren- und Dameneinzel. Wir freuen uns auf Titelverteidiger, neue Talente und vielleicht auch einige Überraschungen.

Deutscher Badminton-Verband e.V. – Link-Tipp #1

Deutscher Badminton-Verband e.V. – Link-Tipp #1

badminton.de ist das Informationsportal des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV). Er wurde am 18. Januar 1953 gegründet. Der DBV ist als Dachverband der Landesverbände besonders für die Pflege und Förderung des Badmintonsports in Deutschland zuständig. Ebenso trägt er zur Bildung und Erziehung, insbesondere in der Jugend, bei.

Inhalte der Seite

Die Seite des DBV stellt umfangreiche Informationen zu den Nationalmannschaften, den Bundesligen, nationalen Meisterschaften und den Landesverbänden zur Verfügung. Neben den obligatorischen Informationen über den Verband selbst, gibt es außerdem Nachrichten zu internationalen Geschehnissen und der nationalen Badminton-Szene.

Für Vereine bietet die Seite Verweise auf Tools für Trainer, Videos und verschiedene andere Inhalte an. Diese sind jedoch zum Teil schwer aufzufinden.

Kritische Beobachtung

Generell gleicht die Seite, deren Copyright-Zeile das Jahr 2004 an gibt, einer „Text-Wüste“. Es gibt wenige großflächige Bilder oder emotionale Fotos. Die Inhalte scheinen über Jahre archiviert und auf einzelnen Unterseiten untergebracht worden zu sein. Durch die vielen Haupt- und Unterpunkte in der Navigation ist die Übersichtlichkeit, auch aufgrund der geringen Schriftgrößen, wenig gegeben.

Ebenso scheint die mobile Nutzung mit der momentanen Version nicht berücksichtig worden zu sein.

Aktualisierung angekündigt

Da stimmt es uns froh, das für Januar 2017 eine überarbeitete Internetseite angekündigt wurde. Die neue Seite wird dann hoffentlich mehr Emotionen zeigen und den Badminton-Sport in all seinen Facetten einfach und übersichtlich repräsentieren.

Von einem Deutschen Dachverband einer olympischen Sportart, die in Deutschland eher eine Randsportart ist, wäre das wünschenswert.

screenshot-badminton-de-06-12-2016Bewertung von badminton.de

Mobile Nutzung: 2 von 5 Federbälle
Benutzerfreundlichkeit: 1 von 5 Federbälle
Optik: 1 von 5 Federbälle

URL: www.badminton.de
Datum des Besuchs: 06.12.2016

Kommunikation über WhatsApp – Vereins-Tipp #1

Kommunikation über WhatsApp – Vereins-Tipp #1

WhatsApp LogoÜber eine Milliarde Menschen weltweit nutzen mittlerweile WhatsApp (Stand: April 2016). Da macht es durchaus Sinn diesen Kommunikationskanal auch im Verein zu nutzen.

Die Möglichkeit verschiedene Gruppen mit bis zu 256 Personen anzulegen und damit entsprechende Informationen zu verbreiten oder Feedback zu bekommen ist unbezahlbar.

Dabei kann man medientechnisch aus dem Vollen schöpfen. Fotos, Videos, PDF-Dateien, Word-Dokumente, Kontakte und Sprachnachrichten können untereinander ausgetauscht werden. Seit Kurzem gibt es sogar die Option, neben dem normalen WhatsApp-Anruf, einen Video-Anruf zu tätigen.

Beispiele für WhatsApp Gruppen im Verein

Abteilung

Mitglieder der Gruppe: alle Vereinsmitglieder
Diese Gruppe kann zur Verbreitung von Informationen, die alle Vereinsmitglieder betreffen, genutzt werden. Hier reden wir z.B. von Trainingszeiten, Hallensperrungen, Einladungen, Turnier-Ausschreibungen, Ankündigungen oder andere allgemeine Themen.

Vorstand

Mitglieder der Gruppe: alle Mitglieder des Vorstands
In der Vorstands-Gruppe können (sensible) Informationen unter den Vorstandsmitgliedern besprochen werden. Hier kann sich der Vorstand ein übergreifendes Bild vom Verein machen, wenn die entsprechenden Personen z.B. Neumitglieder/Interessenten ankündigen, Kommunikation mit öffentlichen Stellen oder Sponsoren teilen usw.

Trainer

Mitglieder der Gruppe: alle Trainer und Helfer
Besonderen Nutzen hat diese Gruppe für die Koordinierung und Organisation des Trainings. Die Trainer können Inhalte/Schwerpunkte untereinander abstimmen oder nach Personalersatz für sonst ausfallende Trainingseinheiten erfragen.

Mannschaft

Mitglieder der Gruppe: alle Spieler einer Mannschaft
Als Mannschaft bietet sich eine eigene Gruppe definitiv an. Sie kann zur Absprache von Teilnahmen an Training oder Ligaspielen genutzt werden. Auch außersportlich können hier für den gemeinsamen Teamgeist Verabredungen getroffen oder eventuelle Probleme besprochen werden.

Rangliste

Mitglieder der Gruppe: alle Spieler der internen Rangliste
Spielt man eine interne Vereinsrangliste, kann diese Gruppe optimal für Ergebnisse und Herausforderungen genutzt werden. Der Leiter der Rangliste kann hier zentral alles kommunizieren und nimmt optional auch nur hier eingetragene Ergebnisse als „offizielle Ergebnisse“ an.

„Projekte“

Mitglieder der Gruppe: alle Beteiligten an einem Projekt
Kleine „Projekte“, wie zum Beispiel die Weihnachtsfeier, gibt es immer wieder. „Projekt“ Gruppen können in diesem Fall für projektbezogene Angelegenheiten genutzt werden. Hier kann zentral kommuniziert, koordiniert und organisiert werden. So bleiben alle auf dem neuesten Stand.

Wie ihr seht, sind der Fantasie hier keine Grenzen gesetzt. Und WhatsApp hat sowieso schon fast jeder auf seinem Smartphone.

Großer Umbruch im deutschen Badminton geplant

Großer Umbruch im deutschen Badminton geplant

Die Spiele im brasilianischen Rio de Janeiro sind beendet und im deutschen Badminton-Verband hat sich ein wenig Ernüchterung eingestellt. Nach der etwas überraschenden Nullnummer (keiner der deutschen Teilnehmer/innen konnte eine Medaille in dem internationalen Wettbewerb für den Verband gewinnen) wird nun definitiv ein Neuanfang von Nöten sein. Obwohl in Deutschland Badminton eine wahrlich große und langjährige Tradition hat, muss der Blick definitiv nach vorn gerichtet werden. Ein großer Schnitt wurde angekündigt, so dass der Verband auch wieder ein wenig optimistischer auf die nächsten großen Spiele blicken kann. Dies ist ein durchaus wichtiger Schritt, da sich aktuell kein deutscher Topspieler mehr unter den Top-10 der internationalen Weltrangliste befindet.

Deutschland FlaggePersonelle und strukturelle Veränderungen

Allein vier von insgesamt sieben Teilnehmern in Rio werden zu Beginn des neuen Jahres ihre aktive Karriere beenden. Auch auf dem Trainerposten wird es eine Veränderung geben: Anfang 2017 wird der bisherige Bundestrainer Holger Haase durch Detlef Poste ersetzt. Für Poste ist dies eine Rückkehr, da der ehemalige aktive Spitzenspieler bereits in der Zeit von 2005 bis einschließlich 2008 einmal Chef-Bundestrainer des deutschen Badminton-Teams war. Mit diesem personellen Wechsel wird es auch eine Veränderung der Aufgabenbereiche geben, so kündigte es der Vizepräsident im Bereich Leistungssport des deutschen Verbandes an. Der neue Chef-Bundestrainer wird zukünftig nicht mehr selbst in der Halle aktiv coachen, hierfür wird ein Disziplin-Bundestrainer eingeführt werden. Dies ist eine direkte Reaktion auf das sehr enttäuschende Abschneiden bei Rio 2016von selbst bei Sportwetten hochgehandelten Topspielern wie Marc Zwiebler. Für alle deutschen Teilnehmer war die Olympiade bereits nach der Vorrunde beendet. Weiterhin wird es zukünftig eine neu installierte Stelle des Bundestrainers für Lehre und Ausbildung geben, die als konsequente Fortführung des Zukunftsplans angesehen wird. Die Trainingsstützpunkte in Saarbrücken und Mülheim werden einer neuen Strukturierung unterzogen, so dass die Herreneinzelspieler sowie Dameneinzelspielerinnen in Zukunft ausschließlich in Mülheim trainieren, während alle Doppeldisziplinen in Saarbrücken trainiert werden.

Neue Spielerinnen und Spieler für den Verband

Der Zeitpunkt für die strukturellen und personellen Veränderungen im Trainerteam sind denkbar günstig, da dem Verband auch bei seinen Spielerinnen und Spielern ohnehin ein Umbruch bevorstand. Mit Ausnahme der gerade einmal 25-jährigen Carla Nelte aus dem deutschen Damen-Doppel hatte der Großteil aller Teilnehmer in Rio bereits das 30 Lebensjahr erreicht. Somit verwundert es nicht, dass sowohl Birgit Michels als auch Michael Fuchs und Johannes Schöttler nebst Karin Schnaase ihren Rücktritt vom aktiven Profi-Sport in der Nationalmannschaft angekündigt haben. Gerade für Karin Schnaase war diese Entscheidung nicht einfach, da sie bereits in der Vergangenheit einmal ihren Rücktritt erklärt hatte und anschließend doch wieder in das Nationalteam zurückkehrte. Der nunmehr ausgesprochene endgültige Rücktritt aus der Nationalmannschaft fiel der Spielerin nicht leicht, hatte aber mit dem enttäuschenden Abschneiden letztlich nichts zu tun, da die Spielerin nach dem Ausscheiden im Viertelfinale der letzten Europameisterschaft ohnehin nur die reine Teilnahme in Rio vor Augen hatte. Dies indes sah nicht jeder im Verband so gelassen. Der scheidende Bundestrainer Hasse kommentierte die letzten Spiele nüchtern und sachlich dahingehend, dass die hochgesteckten Zielsetzungen nicht erreicht werden konnten. Eine Enttäuschung aller Teilnehmer ist daher nicht verwunderlich.

sport-92411_1920Favoriten enttäuschten, aber es gab auch Erfolge

Zu den regelrechten Medaillenhoffnungen in Rio wurde insbesondere Marc Zwiebler als neunmaliger Meister im deutschen Badminton gezählt. Da Zwiebler jedoch frühzeitig ausschied, waren somit viele Hoffnungen regelrecht gestorben. Marc Zwiebler äußerte sich anschließend sehr selbstkritisch, dass er es schlicht und ergreifend „vergeigt“ habe. Die Auftaktniederlage des starken Einzelspielers gegen Scott Evans aus Irland ließ viele Fragen offen und auch der 32-jährige Zwiebler konnte keine Erklärung hierfür liefern. Als bekanntester Badminton-Spieler Deutschlands hatte insbesonders Bundestrainer Hasse große Hoffnungen in ihn gesetzt, von daher war die Niederlage doppelt bitter. Dennoch mochte der Bundestrainer nicht von einer vollumfänglichen Enttäuschung sprechen, da gerade im Mixed sowie im Damen-Doppel gute Auftritte abgeliefert wurden. Hasse äußerte sich dahingehend, dass stets von einer guten Vorbereitung sowie sich bietenden Chancen gesprochen wurde und dass es der Deutsche Badminton-Verband erstmalig in seiner Geschichte geschafft habe, sich in sämtlichen fünf Disziplinen erfolgreich zu qualifizieren. Die Chance auf eine Medaille ergab sich zwar nicht, aber dennoch sei die Leistung als Erfolg zu werten.

Wer sich eingängig mit der deutschen Badminton-Thematik auseinandersetzt, wird wissen, dass der deutsche Nachwuchs aufgrund der Vielzahl von entsprechenden Turnieren und Turnierserien Anlass zur Hoffnung gibt. In zahlreichen Vereinen wird der Sport weiter gepflegt und auch die jungen Nachwuchstalente werden mittlerweile sogar professionell gefördert. Sofern es dem Verband gelingt, nach dem schwierigen Umbruch alle Maßnahmen in die richtigen Bahnen zu lenken und die jungen Nachwuchstalente auch zukünftig richtig vorzubereiten, darf daher davon ausgegangen werden, dass der nächste Marc Zwiebler oder die nächste Karin Schnaase nicht lange auf sich warten lassen. Dann dürfte es auch bei den nächsten Spielen wieder berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille geben.

Deutschland muss sich geschlagen geben, Scott Evans (IRE) beeindruckt im Einzel

Deutschland muss sich geschlagen geben, Scott Evans (IRE) beeindruckt im Einzel

Es waren ein paar nervenaufreibende Tage im olympischen Badminton mit schmerzlichen Niederlagen und auch beeindruckenden Erfolgen. Jedoch kam es für die deutschen Spieler am Wochenende bedauerlicherweise zu einem schmerzlichen Aus.

Am Donnerstag besiegte Chinas Spitzenteam aus Zhang Nan und Zhao Yunlei Deutschlands Michael Fuchs und Birgit Michels, wenn auch nur knapp. Bundestrainer Holger Hasse war trotzdem mehr als zufrieden mit der Leistung der beiden Deutschen.

Michels schien während dem Spiel an Schmerzen in ihrem Bein zu leiden und begab sich gleich anschließend in Behandlung. Dennoch konnte sie das Spiel zu Ende bringen, ohne dass die Schmerzen für die Zuschauer offensichtlich waren.

Deutschland fieberte währenddessen nervös vor den Fernsehern mit den Spielern mit, das ZDF strahlte das Spiel in voller Länge aus.

Etwas, das die deutschen Sportler in Rio nicht missen müssen, ist die Unterstützung der Fans zu Hause. Ob vor dem Fernseher oder sogar vor Ort, die Fans stehen ihnen zur Seite. Und zeigen ihr Interesse an den Olympischen Spielen ebenso durch die Teilnahme an den Live-Wetten und durch Kauf von Merchandise-Artikeln.

Die Badminton-SpielerInnen haben sich gut geschlagen. Nur reichte es dieses Mal leider nicht für die Goldmedaille.

Dass das Team Zhang Nan und Zhao Yunlei mehr als herausragend ist, steht schon lange fest. Und das konnten sie auch am Donnerstag beweisen. Michael Fuchs/Birgit Michels unterlagen beim Ausgang von 2-0. Am Sonntagabend wiederholte das Duo aus China das Ergebnis von 2-0 im Spiel gegen Kenta Kazuno und Ayane Kurihara aus Japan im Viertelfinale. Zhang und Zhao schafften damit ihren Eintritt ins Halbfinale und haben ihn sich wohl verdient.

Auch für das andere deutsche Doppel ging der Traum von Rio am Wochenende leider zu Ende. Michael Fuchs und Johannes Schöttler verloren gegen das malaysische Team aus V Shem Goh und Wee Kiong Tan mit 14:21, 17:21 sowie gegen Fu Haifeng und Zhang Nan (China) mit 2-0 am Freitag.

Carla Nelte und Johanna Goliszewski unterlagen im Spiel gegen Tang Yuanting und Yu Yang (China) mit 10:21, 11:21.

Nun lagen die Hoffnungen der deutschen Fans nur noch auf Marc Zwiebler und Karin Schnaase im Einzel. Für Marc Zwiebler kam jedoch schon bald das Aus, als der Ire Scott Evans ihn am Freitag mit 2-1 besiegte. Zwiebler zeigte sich verständlicherweise enttäuscht, lobte jedoch das Spiel seines Konkurrenten.

Scott Evans spielt zur Zeit ausgezeichnet. Den Einzug ins Achtelfinale hatte er sich redlich verdient. Der 32-jährige Ire hatte nämlich ganz schön zu kämpfen, als der 19-jährige Brasilianer Ygor Coelho de Olivera versuchte, ihm das Leben schwer zu machen. Der talentierte junge Spieler zeigte, was in ihm steckte. Er gewann den 2. Satz mit 21:19 und brachte damit das Publikum zum Jubeln, das voll auf seiner Seite stand. Scott Evans, vom überschwänglichen Jubel leicht irritiert, konnte jedoch genug Konzentration aufbringen, um das Spiel wieder an sich zu reißen, was bei Buhrufen seitens des Publikums während seiner Aufschläge eine nicht unbeachtliche Leistung ist. Letztendlich verlor de Olivera mit 8:21, 21:19, 8:21 gegen Evans in 48 Minuten.

Am Sonntagnachmittag trat der junge de Olivera dann noch gegen Marc Zwiebler in der Gruppe K an. Zwiebler konnte ihn 2-0 besiegen. Leider lagen beide schon im Vorhinein zu weit zurück.

Scott Evans hatte sich jedoch bewährt und sich sein Vorankommen wohl verdient.

Für Karin Schnaase allerdings, die sich auch tapfer schlug, kam es am Sonntag zu einer Niederlage gegen die Chinesin Yihan Wang (2-0).

Somit sind die deutschen SpielerInnen ausgeschieden und ein großer Traum ist für viele geplatzt. Doch schließlich handelt es sich hier um die Olympischen Spiele – der härtesten Bewährprobe, der sich Sportler auf der internationalen Bühne überhaupt stellen können – und die deutschen Spieler haben sich gut geschlagen und ihr Bestes gegeben. Nur das zählt.